25.03.2011
Videodateien sind wie Musik- oder Bilddateien sowie alle Programme und Computerabbilder im Binärcode gespeichert. Festplatten und andere Speichermedien nutzen dabei verschiedenste Technologien, diese Binärcodes dauerhaft zu manifestieren. Eine Festplatte muss zudem in der Lage sein, einmal gespeicherte Daten wieder zu überschreiben und den Code zu ändern, daher befinden sich auf der Platte bewegliche Magnetstifte. Eine CD oder ein anderer Datenträger mit einem festen Datensatz hat einen fest eingebrannten Binärcode. Man arbeitet in der Computertechnologie mit zwei diskreten Zuständen, welche über Spannungen ausgedrückt werden. Vereinfacht bedeutet eine 0, dass keine Spannung anliegt, eine 1 bedeutet eine Spannungsinformation. Aus diesen zwei Ziffern kann man alle Zahlen und Informationen durch unterschiedliche Anordnung kreieren. Da Videos aus einem Audio- und einem Bildpaket bestehen, gibt es sehr viele Möglichkeiten, diese Anordnungen zu gestalten.
Normalerweise besteht ein Video aus vielen Bytes, also Datensträngen von einer bestimmten Anzahl an binären Ziffern. Jede Dateneinheit beschreibt eine andere Eigenschaft eines Bildpunktes. Wenn aber beispielsweise viele nebeneinander liegende oder in irgendeiner anderen Form schnell zueinander zuordenbare Dateneinheiten dieselbe Eigenschaft beschreiben, dann können diese in einer Einheit zusammengefasst werden. Dadurch speichert man letztendlich durch die Komprimierung Speicherplatz und Lesezeit, wenn weniger Datenpakete vorhanden sind. In welcher Anordnung diese Codierung erfolgt, hängt ganz vom Filmformat ab. Dieser berücksichtigt auch die Audiospur, welche ähnlich codiert und komprimiert wird wie das Bildpaket. Wenn Programme Videodateien komprimieren können, dann gibt es auch solche, die Videos in Echtzeit dekomprimieren können.
Der DVD-Spieler oder der Computer nutzen nur die unkomprimierten Daten des Filmes, demzufolge braucht man bei einer DVD in bestimmten Formaten einen Treiber oder einen installierten Codec, welcher die zusammengefassten Datenpakete auf dem Speichermedium entzerrt und jede Information einzeln auf den Bildschirm oder den Fernseher sendet. Viele Forscher verschiedener Institute und privater Unternehmen arbeiten an der Entwicklung neuer Codecs und Programmiertechniken, um Filme noch kompakter und effizienter auf Speichermedien zu integrieren. Dabei sollte der Codec möglichst effektiv sein und einen Kompromiss darstellen zwischen Speicherplatzeinsparung und schneller Verfügbarkeit der Rohdaten. Schließlich werden gleichzeitig immer bessere und umfassendere Speichermedien entwickelt, wohingegen im selben Zeitraum die durchschnittlich zu speichernden Datenmengen ebenfalls exponentiell steigen. Demzufolge muss die Software an die Hardwareentwicklungen angepasst werden.